Stellungnahme des FCV zum Spielabbruch des Pokalspiels

Der Fanclub-Verband von 1998 e.V. (FCV) distanziert sich von den Vorkommnissen, die zum Abbruch des Spiels gegen Leipzig führten. Im Namen seiner Mitglieder wünscht der FCV dem Schiedsrichter Martin Petersen eine schnelle Genesung. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Fanarbeit in Osnabrück professionalisiert werden muss.

Bereits am Mittwoch nach dem Spiel hatten sich FCV, Fanabteilung, Fanprojekt Osnabrück und Violet Crew gegenüber dem VfL Osnabrück per E-Mail von dem Feuerzeug-Wurf distanziert und gleichzeitig zum Gespräch eingeladen. Seit dem Schneeballwurf gegen Karlsruhe gibt es die Absprache „Wir reden erst miteinander, anstatt öffentlich übereinander“ und die Verantwortlichen des FCV haben sich daran gehalten. Diese Gespräche sind nun vorerst abgeschlossen und es ist Zeit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Um es klipp und klar zu sagen: Feuerzeuge, Bierbecher und ähnliches haben die Hand nicht zu verlassen und gehören schon gar nicht auf das Spielfeld! Jede Handlung die dem entgegensteht ist nach Auffassung des FCV vollkommen inakzeptabel und hat an der Bremer Brücke nichts verloren!

Der FCV wird deshalb den Weg des VfL Osnabrück beim kommenden Heimspiel unterstützen und in der Westkurve die altbekannte „Contra Violentia“-Blockfahne reaktivieren. Damit soll ein deutliches Zeichen gegen Gewalt beim Fußball und für ein friedliches Miteinander gesetzt werden.

Dieser Appell richtet sich ausdrücklich auch an die lokale Presse und die Geschäftsführung des VfL Osnabrück. Fans, die einen Großteil ihrer Freizeit für das Wohl des Vereins einsetzen, sollte man nicht öffentlich vorführen. Spitze Federn und markige Worte können hier langfristig mehr Schaden anrichten als jedes Feuerzeug.

Die Vorkommnisse haben aber auch deutlich gemacht, dass der VfL Osnabrück dringend wieder einen hauptamtlichen, von Fans und Verein unterstützten Fanbeauftragten braucht. Denn nur mit einer professionellen Fanbetreuung kann wirkungsvolle Präventionsarbeit geleistet werden. Der FCV fordert deshalb die Geschäftsführung des VfL Osnabrück auf, die im Dezember 2014 abgebrochenen Gespräche wieder aufzunehmen.

Fanclub-Verband von 1998 e.V.

im August 2015

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